Abschied von der Stillzeit – und was bleibt
- 21. Juli
- 2 Min. Lesezeit

Zwei Jahre lang lag ein Beutel Muttermilch im untersten Fach unserer Gefriertruhe. Nicht weil ich ihn noch gebraucht hätte, denn es war ja schon das nächste Baby da. Trotzdem konnte ich mich einfach nicht davon trennen. Es war die Milch meines ersten Babys und wir haben um die Stillbeziehung wirklich gekämpft.
Wenn du gerade abstillst oder schon abgestillt hast, kennst du dieses Gefühl vielleicht auch. Es ist selten nur Erleichterung. Meistens ist es beides gleichzeitig – ein Ende und ein leiser Verlust, den kaum jemand anspricht.
Warum das Abstillen mehr ist als nur der letzte Schluck
Über das Abstillen selbst wird viel gesprochen – wie man es sanft angeht, wie lange man sich Zeit lässt, wie der Körper reagiert. Ob Langzeitstillen automatisch einen Kampf beim Abstillen bedeutet. Was dabei oft zu kurz kommt, ist das Davor und Danach:
Für dich als Mutter ist es der Abschluss einer sehr körperlichen, sehr engen Zeit mit deinem Kind.
Etwas, das monatelang oder jahrelang euren Alltag getragen hat, hört auf. Und mit ihm ein Stück von diesem Kapitel.
Es ist völlig normal, wenn sich das nicht nur nach Fortschritt anfühlt, sondern auch nach etwas, das du festhalten möchtest, bevor es endgültig vorbei ist.
Der Beutel in der Gefriertruhe
Viele Mamas erzählen mir von genau so einem Rest – ein letztes Fläschchen, ein Beutel, der eigentlich weg sollte, aber einfach liegen bleibt. Nicht aus Unordnung, sondern weil das Wegwerfen sich falsch anfühlt. Als würde man damit auch den Moment wegwerfen.
Das ist der Punkt, an dem viele Frauen anfangen, sich zu fragen: Muss ich mich wirklich entscheiden zwischen aufheben und loslassen? Oder gibt es einen Weg, beides zu tun?
Loslassen, ohne alles wegzugeben
Genau dafür gibt es einen Mittelweg. Ein kleiner Tropfen dieser Milch reicht, um daraus ein Schmuckstück zu machen – etwas, das du trägst, statt es tiefgefroren in einer Lade zu behalten. Der Rest darf gehen. Dieses eine Stück bleibt.
Es ist kein Weg, das Ende hinauszuzögern. Es ist ein Weg, den Abschluss zu würdigen, statt ihn einfach nur geschehen zu lassen.
Was bleibt
Du musst nicht sofort wissen, was du mit diesem letzten Rest machen willst. Manche Mamas warten Monate, manche Jahre, bis sie bereit sind. Beides ist in Ordnung.
Falls du irgendwann so weit bist: Ich verarbeite bei MEORAH von Hand Muttermilch zu Schmuck, der genau diesen Moment festhält – ohne dass du dafür einen ganzen Gefrierschrank voll brauchst.
– Debbie



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